Festkonzert zum Reformationstag

31.10.2017  18:00 Uhr

„Der reformierende Johannes“, Johann Mattheson (1681-1764)

Mitwirkende: Stephan Zelck, Lutheraner (Tenor), Simon Kannenberg, Messias (Tenor), Konstantin Heintel, Johannes (Bass), Elisabeth Lehmann, Liebe (Sopran), Oksana Lubova, Hoffnung (Sopran), Tom Kessler, Glaube (Bass), Kantorei St. Markus
Leitung: Gudrun Fliegner (Niendorfer Marktkirche)

Eintritt: EUR 15,– / 10,– Vorverkauf ab dem 16. Oktober

„Der reformierende Johannes“ wurde von Johann Mattheson (1681-1764) für das 200-jährige Reformationsjubiläum komponiert und feierlich am 31. Oktober 1717 im Hamburger Dom im Gottesdienst uraufgeführt. Der Text des Oratoriums stammt von dem norddeutschen Theologen, Schriftsteller und Librettisten Johann Georg Glauche (1699-1745).

Die Taten Luthers und Johannes des Täufers werden darin in einen Zusammenhang gesetzt. Ein Lutheraner übernimmt die Rolle des Erzählers. Glaube, Hoffnung, Liebe, Johannes und der Messias treten als handelnde Figuren auf. Das starke protestantische Selbstbewusstsein der Hanseatischen Bürgerschaft, das sich von den Ketten des Mittelalters befreit weiß, findet sich in der streitenden bzw. triumphierenden Kirche sowie der lutherischen Gemeinde wieder.

Seit der Uraufführung des Oratoriums unter Matthesons Leitung 1717 ist bislang nur eine weitere Aufführung 1935 in Breslau dokumentiert. Der Bremer Kirchenmusiker Jörg
Jacobi hat das Werk aus dem Autograph in eine aufführungspraktische Ausgabe übertragen. Die Aufführung am 23. April in Hamburg-Niendorf unter Leitung von Kreiskantorin Gudrun Fliegner und der Kantorei Niendorf war wahrscheinlich nach
1717 die erste Aufführung dieses Werkes in Hamburg.

Veranstaltungsort
St. Markus Kirche

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