Die Adiuvanten

Mit der Reformation 1517 wurde in den evangelischen Gemeinden auch die Kirchenmusik neu organisiert. Das Evangelium, dessen war sich Luther sehr bewusst, würde besonders mit Hilfe der Musik „ins Herz gehen, sonderlich wo der Haufe mitsingt.“ Bei anderer Gelegenheit äußerte er eindringlich, dass Gott die frohe Botschaft auch durch die Musik predigt.

In der evangelischen Kirche wurde nun die Mitwirkung von Laien in der kirchenmusikalischen Praxis gefördert. An die Stelle der von Geistlichen dominierten Choralschola trat die Kantorei, die zunächst größtenteils aus den Schülern der Lateinschulen bestand. Die Leitung der Kirchenmusik einer Gemeinde lag in den Händen eines Kantors und mit Hilfe der Kantoreien wurde die Gemeinde aktiv an der Kirchenmusik beteiligt. Bis heute ist das Singen von Chorälen ein wichtiges Anliegen in der evangelischen Kirchenmusik. Auch in den kleineren Städten und Dörfern wurde die Kirchenmusik gepflegt. Hier fanden sich Bürger und Handwerker zu Bruderschaften zusammen, um als „Adiuvanten“ (Helfer) den mehrstimmigen Gemeindegesang zu unterstützen.

„Die Adiuvanten“ in St. Markus sind keine Bruderschaft, aber ein Männerchor, und sie unterstützen in ähnlicher Weise wie ihre historischen Vorbilder; Kantorin und  Gemeinde bei der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes.

Wer bei den „Adjuvanten“ mitsingen möchte, sollte über gute Notenkenntnisse verfügen und sicher in kleinen Ensembles singen können. Bewerber können sich bei Kantorin Elisabeth Lehmann zu einem Vorsingen anmelden.